Gute Apps für Kinder teile ich in drei Kategorien auf: Creating umfasst alle Apps, mit denen die Kinder produktiv und kreativ etwas Eigenes erschaffen. Coding-Apps führen die Kinder spielerisch an das Programmieren heran. Als dritte Kategorie gibt es noch die Playing-Apps, bei denen es hauptsächlich darum geht, drinnen und draußen Spaß zu haben.

Gute Apps für Kinder: CREATING

Stop Motion Studio

Mit der Stop Motion Studio App können Kinder ihre eigenen Filme nach dem Daumenkino-Prinzip erstellen. Das funktioniert so: Man macht viele Fotos hintereinander und verschiebt für jedes Foto die Position des Objektes immer ein wenig. Durch die Aneinanderreihung dieser Bilder entsteht dann der Eindruck, dass das Objekt sich bewegen würde. Bei dieser App ist besonders die Kreativität der Kinder gefragt: Sie müssen sich Figuren und Hintergründe aussuchen, vielleicht sogar selber basteln. Dazu braucht das Video natürlich auch eine Handlung bzw. ein Drehbuch. Erst im nächsten Schritt machen die Kinder die Fotos – und davon braucht man viele, wie sie schnell merken werden. Zum Schluss können die Kinder das Video mit Text, Musik und Geräuschen vertonen und dann bei einer Family Stop Motion Night vorführen.

Hier findest du ein paar Beispiele für Stop Motion Videos, die Kinder erstellt haben.

Book Creator

Mit der Book Creator App lässt sich ganz einfach ein eigenes Buch erstellen. Die Kinder können eigens Fotos hochladen und einfügen, Texte schreiben, mit Schriften und Grafiken experimentieren und auch Audio-Elemente einbauen. In der kostenlosen Version kann man zwei Bücher erstellen.

HABA Audio Studio

Wenn die Kinder Lust haben, ihre eigenen Hörspiele oder Podcasts zu produzieren, eignet sich zum Einstieg die Audio Studio App von der HABA Digitalwerkstatt. Hier können die Nutzer in einer übersichtlichen Umgebung eigene Tonaufnahmen machen und mit Musik und Geräuschen experimentieren. Um komplexe Schnittprogramme mit mehreren Tonspuren – wie zum Beispiel – Ferrite oder Audacity – zu verstehen, ist die HABA Audio Studio App eine gute Vorübung. Mit den Apps Melody Jams und Garageband können die Kinder auch ihre eigene Musik komponieren.

Gute Apps für Kinder – HABA Audio Studio

Canva

Mit der kostenlosen Grafikdesign-App Canva erstelle ich viele meiner Instagram-Beiträge, Coaching-Materialen, Flyer und Präsentationen. Ich mag die große und schöne Auswahl der Vorlagen und die vielen Elemente, mit denen ich meine Designs kinderleicht per drag & drop individualisieren kann. Auch meine Tochter nutzt diese App gerne, um Postkarten, Einladungen oder Plakate zu gestalten.

 

Gute Apps für Kinder: CODING

Mit den folgenden Apps lernen die Kinder spielerisch das Programmieren:

Scratch

Mit Scratch können Kinder eigene Animationen erstellen. Statt kompliziert Zeile um Zeile selbst zu programmieren, bauen sich die Kinder ihre Animationen aus einzelnen Bausteinen zusammen. So entwickeln sie schon einfache Jump & Run Spiele oder bringen Figuren zum Sprechen. Besonders hilfreich sind die Tutorials, die in kurzen Videos in die einzelnen Funktionen einführen.

Hopscotch

Die App Hopscotch basiert genauso wie Scratch auf einer visuellen Programmiersprache. Hier können Kinder schnell eigene Spiele entwickeln oder bereits entwickelte Spiele ausprobieren. Auch hier sind die Video-Tutorials sehr hilfreich. Da kann man ein Spiel nachbauen und sich so mit der Umgebung und der Programmiersprache vertraut machen. Allerdings gibt es die App bislang leider nur auf Englisch!

Wenn du mehr Geld in die Hand nehmen möchtest, können die Kinder das Programmieren auch mit echten Robotern lernen.

Dash & Dot

Dash und Dot sind programmierbare Roboter für Kinder, die mit verschiedenen Apps gesteuert werden. Dabei können die Kinder mit Hilfe von Befehlen dem Roboter beibringen, wie er fahren, leuchten, tanzen, blinzeln oder Sprachbefehle ausführen kann. Die Befehle werden per Drag & Drop ausgeführt und Tutorials bieten den Kindern genaue Erklärungen. Unsere Dash-Roboter haben wir vor einiger Zeit gebraucht bei eBAy gekauft, zusammen mit der Katapult-Erweiterung, mit der Dash Bälle werfen kann.

LEGO Boost 

Nach dem Built – Code – Play-Prinzip bauen Kinder mit diesem LEGO-Set verschiedene Roboter-Modelle, zum Beispiel eine Katze, eine Gitarre und natürlich auch einen Roboter. Diese Figuren lassen sich per App steuern lassen und – ganz wichtig – wieder auseinandernehmen und neu zusammenbauen.

 

Gute Apps für Kinder: PLAYING

Minecraft

In der dreidimensionalen Welt von Minecraft können Kinder im Kreativmodus aus Blöcken ihre eigene Welt erschaffen, Ressourcen abbauen und zu neuen Materialien, Werkzeugen und mehr kombinieren. Diese App fördert das räumliche Denken, die Kreativität und Vorstellungskraft und sogar die Teamarbeit, wenn man mit anderen Kindern gemeinsam spielt. Das funktioniert, wenn man das gleiche Wlan nutzt. Sehr empfehlen kann ich die Online-Workshops bei der HABA Digitalwerkstatt, die Anfänger- und Fortgeschrittenen-Kurse regelmäßig anbieten.

Eine gute Einführung in Minecraft findest du bei Help2Explore.

Thinkrolls

Thinkrolls ist eine Rätsel-App, bei der die Kinder logisch denken müssen, um den Weg durch das Labyrinth zu finden und um verschiedene Hindernisse zu überwinden. Das Spiel erinnert mich ein bisschen an Tetris.

Gute Apps für Kinder – Thinkrolls

Monument Valley

Monument Valley ist die fantastische Reise der kleinen Prinzessin Ida durch eine wunderschöne digitale Welt. Damit Ida den Weg durch das Labyrinth findet, müssen die Kinder Rätsel lösen. Diese Rätsel werden mit jedem Level kniffeliger. Ich mag nicht nur die sehr ansprechende Grafik, sondern vor allem die entspannende Musik.

Gute Apps für Kinder – Monument Valley

Flora Incognita & Geocaching

Um meine Kinder vom Sofa raus in die Natur zu bewegen, nutze ich gerne diese beiden Apps. Mit Flora Incognita können wir auf unserem Spaziergang Blumen, Bäume und Sträucher genau bestimmen. Und mit der Geocaching-App gehen wir auf Schatzsuche, egal ob bei uns in Burghausen oder an einem anderen Ort.

Gute Apps für Kinder – Flora Incognita

Welche Apps benutzen deine Kinder produktiv und kreativ? Ich freue mich auf deine persönlichen Empfehlungen hier in den Kommentaren.

Weitere Blogbeiträge zu digitalen Themen, die mich beschäftigen, findest du in der Kategorie “Digitaltraining“.

Übrigens: Alle Produkte habe ich selber bezahlt. Alle Verlinkungen setze ich aus Überzeugung.