Being sick sucks. No matter if you are at home, on vacation or living abroad. That’s the topic of today’s Daily Differences post.

Krank sein ist nicht schön. In der Heimat nicht und im Ausland erst recht nicht. Darum geht’s im heutigen Daily Differences post.

Daily Differences – Being Sick – www.tinabusch.com

An apple a day keeps the doctor away!?

Whenever I am sick in Germany, I call my family’s general practitioner. I usually get an appointment right away (thanks to my parents he has been part of my life even before I was born), I know that he will refer me to a different doctor if it is necessary and I trust him to only prescribe medications that are necessary. His advice is hardly ever questioned.

Two years ago I got really sick here in the United States and I quickly realized that I had a real problem: where should I go? Who should I call? A family practitioner or an ENT-specialist? Does a specialist only see patients with a referral? Are they going to accept my insurance? Or should I go to the Minute Clinic around the corner? The Urgent Care Center? What is the difference between these two anyway? So maybe the ER at the local hospital is the better option. Maybe not? I ended up going to almost every place, but I never felt like I was in good hands.  The language was a problem and I questioned everything, from the diagnosis to the prescriptions. I turned to the internet for the answers (not a great idea, I know) and hardly took any medication. As soon as I felt better I planned on finding a doctor I feel comfortable with and who I trust. Did I go through with my plan? Of course not. But: I still did find him eventually, by making a detour and not due to acute health issues (thankfully!). He knows me, my family, my history. He explains everything in detail,  listens to me, gives options. A perfect match.

Sometimes though this is still not enough.
Sometimes though only your native language and your home country may make you feel better.


Wenn ich krank bin, ist in Deutschland in der Regel mein Hausarzt die erste Anlaufstelle. Ich bekomme bei ihm sofort einen Termin (weil er mich schon mein Leben lang kennt – und meine ganze Familie mit dazu), ich weiß, dass er mich zu einem anderen Arzt überweist, wenn es sein muss und ich vertraue darauf, dass er nur Medikamente verschreibt, die wirklich nötig sind. Und das hinterfrage ich dann auch nicht.

Als ich hier in den USA das erste Mal so richtig krank war, hatte ich ein echtes Problem: wohin gehe ich jetzt? Zu einem family practitioner oder gleich zu einem HNO-Spezialisten? Braucht man dafür nicht eine Überweisung? Akzeptieren die meine Versicherung? Oder gehe ich schnell zur Minute Clinic an der nächsten Ecke? Sitzt da überhaupt ein Arzt? Oder doch besser zum Urgent Care Center? Was genau ist bloß der Unterschied zwischen Minute Clinic und Urgent Care? Dann lieber gleich zur Notaufnahme im Krankenhaus! Oder doch nicht? Ich habe damals fast alle Möglichkeiten ausprobiert, aber gut aufgehoben gefühlt, habe ich mich nirgends. Ich habe sprachlich nicht alles verstanden, habe alle Medikamente von Antibiotikum bis hin zu Tamiflu in Frage gestellt, lieber das Internet befragt (wovon ich DRINGEND abrate) und letztendlich kaum etwas eingenommen. Irgendwann ging es mir wieder besser, aber glaubt ja nicht, dass ich mich umgehend auf die Suche nach einem Arzt gemacht habe, dem ich wirklich vertraue. Natürlich nicht. Und trotzdem habe ich ihn jetzt gefunden! Auf Umwegen. Und zum Glück nicht wegen einer akuten Krankheit. Er kennt mich, meine Familie, meine Vorgeschichte. Er erklärt alles in Ruhe und dass man es auch als Laie verstehen kann, er gibt Optionen und verschreibt nicht gleich ein Antibiotikum. Es passt alles.

Manchmal reicht das aber doch nicht.
Manchmal heilt vielleicht wirklich nur die Muttersprache und das Heimatland…