Wer wie ich schon mehrere Jahre als Expat im Ausland lebt, kennt die Routine: eine Expat-Community ist immer in Bewegung, neue Familien kommen an und bringen frischen Wind rein, lieb gewonnene Freunde, mit denen man eine schöne und intensive Zeit erlebt hat, verabschieden sich. Umzugspläne und Abschiede sind also allgegenwärtig. Aber wann ist eigentlich der richtige Zeitpunkt, um über konkrete Umzugstermine zu sprechen? Rückkehr nach Deutschland

Manchmal ist die Rückkehr schon monatelang im Voraus minutiös durchgeplant. Manchmal geht’s holterdipolter von einem Tag auf den anderen zurück und es bleibt noch nicht mal mehr Zeit Tschüss zu sagen. Und dann kommt es auch immer mal wieder oft vor, dass man fest daran glaubt, man geht zurück. Der Termin für die Besichtigung von der Umzugsfirma ist ausgemacht, der Container bestellt, der Skiurlaub in den Alpen gebucht. Und Oma, Opa, Tante, Schwester, Cousine und allen Freunden hat man erzählt – ja sogar versprochen – dass man zurückkommt. Dieses Mal aber wirklich! Und dann geht man doch nicht.

Wann ist also der richtige Zeitpunkt, um von der Rückkehr nach Deutschland zu erzählen? Schon monatelang im Voraus? Oder erst kurz vorher, wenn die Rückkehr ganz sicher ist? Aber was genau bedeutet eigentlich “kurz vorher”? 2 Wochen, 2 Monate? Und mit wem bespricht man die anstehenden Umzugspläne? Mit den amerikanischen Freunden und Kollegen? Besteht dann nicht die Gefahr, dass man in manche Planungen (beruflich und privat) nicht mehr einbezogen wird, weil man ja eh bald weg ist?

Wenn man dem Thema zu früh zu viel Raum gibt, kann es natürlich auch passieren, dass man monatelang nur noch über die Rückkehr und über nix anderes mehr spricht (oder nachdenkt…) und das Leben im Hier und Jetzt nicht mehr richtig genießen kann.

So geht’s mir grad ein bisschen. Und das ist irgendwie ganz schön doof.

Was meint Ihr denn dazu / Wie ist Eure persönliche Erfahrung: wann ist der richtige Zeitpunkt, um über den Umzug, die Rückkehr nach Deutschland und über ein konkretes Datum zu sprechen?