Alle Jahre wieder schreiben die Kinder sorgfältig ihre Wunschzettel an den Weihnachtsmann oder das Christkind. Und während wir Mamas die Wünsche unserer Kinder bequatschen, wird Jonna von den Expatmamas und mir plötzlich klar: Wir haben auch einen inneren Wunschzettel. Einen ganz besonderen. Nicht unbedingt fürs Christkind oder den Weihnachtsmann. Aber an Unternehmen, die Familien ins Ausland schicken. Und an Personalabteilungen, die mit zukünftigen Expats den Expat Vertrag aushandeln.

Aus unseren eigenen Erfahrungen heraus wissen wir: Viele Wünsche von Expat-Familien bleiben unerfüllt. Bedürfnisse werden ignoriert. Anliegen werden nicht gehört, weil sie oft unausgesprochen bleiben. Und so wie die Kinderseele sich einmal im Jahr die Sehnsüchte von der Seele schreibt, machen wir es dieses Jahr auch. Vordergründig mag es bei den Kleinen wie bei uns (auch) um Materielles gehen. Im Kern aber reden wir davon, Familien nicht allein zu lassen mit ihren inneren Bedürfnissen.

Hier ist also unser Expatmamas-Wunschzettel!

Der Wunschzettel für den Expat Vertrag – www.tinabusch.com

 

Der Expatmamas-Wunschzettel

Ich als Expat-Partnerin wünsche mir

  • einen persönlichen Kontakt mit der Personalabteilung.
  • dass ich einen Platz am Gesprächs-Tisch bekomme und dabei auch über mich und meine Rolle als Expat-Partnerin gesprochen wird.
  • eine Beratungsstunde mit einem Familienanwalt für eventuelle Worst-Case-Szenarien.
  • ein Interkulturelles Training für alle Familienmitglieder.
  • einen Relocation Service, der seinen Namen verdient.
  • ein Coaching und / oder einen Career Service und zwar dann, wenn ich diesen Service brauche.
  • ein Weiterbildungsbudget, das ich unkompliziert nutzen kann.
  • Deutsch-Unterricht bzw. Nachhilfe für die Kinder am Entsendungsort und nach der Rückkehr.
  • Sprachunterricht für alle Familienmitglieder so lange wie nötig.
  • dass die Personalabteilung die Vernetzung der Expat-Partner untereinander initiiert und Neuankömmlingen eine erfahrene Expat-Patin vermittelt.
  • einen Welcome Guide, der auf Familien ausgerichtet ist und regelmäßig aktualisiert wird. Hier finde ich wichtige Adressen und Telefonnummern – vom Babysitter-Service über Hebamme bis hin zum Heilpraktiker.
  • regelmäßiges Nachfragen der Verantwortlichen im Unternehmen: Wie geht es Euch? Was braucht Ihr? Wie können wir Euch unterstützen?
  • innerhalb des Unternehmens einen Erfahrungsaustausch und ein Expat-Alumni-Treffen.
  • dass die Rückkehr nach Deutschland als Teil der gesamten Entsendung gesehen wird. Damit sind die gleichen Hilfestellungen notwendig, die wir am Anfang des Auslandsaufenthalts bekommen haben.
  • ein gemeinsames Feedback-Gespräch aller Familienmitglieder mit den Personalverantwortlichen nach der Rückkehr.
  • ein Dankeschön, in welcher Form auch immer.

Wir wünschen Euch allen wunderschöne Weihnachten und dass für Euch Herzenswünsche in Erfüllung gehen!

Alles Liebe,

Jonna & Tina

PS: Zum Artikel bei den Expatmamas geht es hier lang.