Auf meinem Nachttisch liegen gerade Barack Obamas Buch A Promised Land, das gerade als Hardcover erschienen ist, und der Kindle mit A Discovery of Witches von Deborah Harkness. Diese wilde Mischung aus Memoir und Phantasy macht mir gerade richtig Spaß. Weil mich beide Bücher auf unterschiedliche Art und Weise aus meiner Comfort Zone rausholen.

Von Vampiren, Hexen und Dämonen: A Discovery of Witches

A Discovery of Witches* hat mir Nadja Katzenberger in unseren beiden Podcast-Gesprächen empfohlen (zur Hey Booklovers Folge geht es hier, zum Pop-Up Cast Gespräch bitte hier entlang). Vampire, Dämonen und Hexen waren bislang nicht so mein Ding. Aber da ja im November 2020 eh alles anders ist, schätze ich diese Flucht in eine Phantasiewelt gerade überraschenderweise sehr. Wie werden Vampir Matthew und Hexe Diana zueinander finden? Wird er sie in seine Vampirwelt holen (müssen)? Wird sich Hexe Diana ihrer Vergangenheit stellen und ihre Hexenkunst nicht nur akzeptieren, sondern auch nutzen?

Sprachlich und thematisch eine Herausforderung: Obamas Buch A Promised Land

Im Gegensatz dazu fordert mich Barack Obama’s 700+-Seiten-Wälzer A Promised Land * richtig heraus:
sprachlich, weil es viele neue Wörter und Begriffe zu entdecken gibt und weil die Sätze lang und länger sind;
und
thematisch, weil Politik (natürlich) das Hauptthema ist und ich eigentlich eher nicht nach solchen Büchern greife. Aber im November 2020 ist ja alles anders (siehe oben). Außerdem bin ich bekennender Obama-Fan. Und – ganz wichtig – beim Lesen lerne ich viel. Ich verstehe immer besser, wo Obama herkommt, wo er hinwollte, warum er sich gerade 2008 zur Wahl stellen musste. Was aber wirklich aus diesem Buch herauszustrahlen scheint, was in und zwischen den Zeilen zu lesen ist, ist fast schon magisch: da ist Hoffnung, Enthusiasmus und der unerschütterliche Glaube an das Gute im Menschen – all das schwingt mit und treibt mir zwischendurch immer wieder vor Rührung, aber auch Erschütterung, die Tränen in die Augen.
Da, in diesem Buch, ist es also: das Amerika, das ich kenne und liebe. Das ich bewundere und in dem ich mich so wohl gefühlt habe.
Ich habe während Obamas Amtszeit in den USA gelebt, 5 Jahre lang. Und wenn ich so zurückblicke, habe ich tatsächlich wenig von ihm und seiner Politik mitbekommen. Eigentlich gut so, oder? Es schien einfach zu laufen! Natürlich waren wir als deutsche Expats von den Entscheidungen in Washington nicht direkt betroffen. Und auch wenn bestimmt nicht alle ums uns herum mit seiner Politik einverstanden waren – wir wohnten ja in Tennessee, einem traditionell roten Staat – gab es in unserem Umfeld kaum Beschwerden, keine hitzigen Diskussionen oder offenen Auseinandersetzungen. Jetzt hoffe ich, dass es den Amerikanern gelingt, in diesen normalen Alltag zurückzufinden, zu mehr Ruhe und vor allem mehr Miteinander. Sie waren schon einmal auf einem guten Weg. Und wie heißt es so schön: after two steps forward and one (gigantic) step back, it’s now time for the next two steps forward!
Schau’n mer mal…
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